Um mit einem Verstorbenen umgehen zu können und im Todesfall - sei er nach einer längeren Krankheit oder auch plötzlich eingetreten - muß ich mich im Laufe des Lebens mit dem eigenen Tod beschäftigt haben. Erst recht als Christen sind wir dazu aufgefordert nachzudenken, wo wir herkommen und was unser Ziel ist. Es wäre wertvoll, den Kranken während seiner Krankheit zu begleiten. Mit Hilfe der Hospizhelfer ist das sicher möglich. Sie kommen auch in die Wohnung und können für die Angehörigen in ihrer Hilflosigkeit und Trauer eine große Stütze sein. Neben diesen Überlegungen ist es wichtig, die praktischen Dinge schon vorher zu überlegen, die beim Todesfall erforderlich sind. Es ist durchaus möglich, in Ruhe Abschied zu nehmen von dem Toten, im Krankenhaus oder zu Hause. Der Tote kann auch zum Abschiednehmen in die eigene Umgebung gebracht werden. Folgende Dinge sind dann im Einzelnen zu überlegen:
Zuerst sind der (Haus-)Arzt und der Pfarrer zu benach-richtigen.
Mit der Bestattung muß ein Beerdigungsinstitut beauftragt werden. Das Beerdigungsinstitut legt in Absprache mit dem Pfarrer den Beerdigungstermin fest, meldet den Todesfall beim Standesamt, besorgt die Sterbeurkunde und wenn nötig Überführungspapiere, sorgt für die Vermittlung der Grabstelle, hilft bei der Ankleidung der Toten und stellt auch Sargträger zur Verfügung, wenn nicht Angehörige aus der eigenen Familie diesen Liebesdienst tun möchten.
Nachzuschauen wäre, ob es bei den Unterlagen des Toten Hinweise gibt, wie er bestattet werden möchte. Bereitliegen sollten Familienstammbuch, Geburtsurkunde, Heirats-urkunde, Rentenbescheid und Versicherungspapiere.
Vielleicht möchten die Angehörigen mitbestimmen, wie die Trauerfeier gestaltet werden könnte.
Wer die letzte Wegstrecke an der Seite eines Sterbenden mitgegangen ist, konnte vielleicht in Tiefen des eigenen Glaubens hineinwachsen, wie sie außerhalb dieses Ernstfalles nur selten im Leben möglich sind. Er wird dann auch die notwendigen praktischen Angelegenheiten in Ruhe bewältigen können.