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Pfarrei St. Vitus Rottendorf  > Sakramente
Erstkommunionkurs 2009/10
Verloren - und wieder gefunden - NEUE BILDER!!!
Das Gleichnis vom verlorenen und wieder gefunden Sohn, vom verlorenen und wieder gefundenen Vater zeigt den Kommunionkindern, dass Umkehr und Versöhnung möglich ist.

In der 4. Gruppenstunde werden die Kinder zum Sakrament der Versöhnung (Beichte) hingeführt. Worum es dabei geht:

  • Unsere Lebenserfahrung hilft uns auf die Sprünge: Kennen Sie jemanden in ihrem Bekannten- oder gar Familienkreis, die oder der so richtig nachtragend ist? Immer wieder werden alte Missgeschicke oder Fehler „auf-gewärmt“ und Ihnen unter die Nase „gerieben“! Mit solchen Menschen ist das Zusammenleben nicht immer angenehm. Vielleicht ertappen Sie sich ja auch selbst manchmal dabei, anderen ihre Schwächen immer wieder auf´s Neue vorzuhalten, obwohl die Sache doch schon längst erledigt sein sollte? Wie hoffnungslos verfangen ist jemand, der dadurch immer wieder auf seine Vergangenheit festgenagelt wird!
  • Im Gleichnis vom verlorenen Sohn greift Jesus diese Lebenserfahrung auf, bringt die Erzählung aber zu einem unerwarteten Ende: Jesus schildert uns Gott als den barmherzigen und liebenden Vater, der seinen „abwegigen“ (also vom rechten Weg abgekommenen) Sohn ohne viele Worte in die Arme nimmt und ihm vergibt. Und so sagt uns Jesus mit seinem Gleichnis: Umkehr und echte Reue ist (nur) dann möglich, wenn uns die Türen des „Vaterhauses“ offen stehen, wenn dort Liebe und Zuwendung gefunden werden können – denn wohin sonst lohnt es sich umzukehren?
  • Das Gleichnis hilft uns, den Zusammenhang von Schuld und Sünde einerseits und Vergebung und Verzeihung andererseits zu verstehen: „Sünde“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Sich abwenden von der Liebe Gottes, von der Liebe der Mitmenschen, und sich so in Einsamkeit und Egozentrik zu verstricken und zu verlieren.
    Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung lernen die Kinder auch das Sakrament der Versöhnung (= Beichte) kennen – nicht weil ihre Sünden so groß wären, sondern vielmehr um so früh wie möglich Gott als den liebenden und barmherzigen Vater zu erfahren, an den ich mich wenden kann, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Das entspricht auch der Lebenserfahrung dieser Altersstufe: Die Kinder können die Unterscheidung von Gut und Böse vollziehen und sie haben Erfahrung mit Verschulden und Verzeihen.
Veröffentlicht: 23.02.2010 Gerhard Weber
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